Pfarrverband Irdning - Donnersbach - Donnersbachwald
 Die Pfarre   Kontakt   Gottesdienst   Gruppen, Anliegen, Firmung   Termine    Bilder 
 Geschichtliches   Leben in der Pfarre   Pfarrkirche   Filialkirche Aigen   Kirche Hohenberg 

Geschichte

Funde aus der jüngeren Steinzeit (Steinbeile) belegen, dass das mittlere Ennstal schon sehr früh besiedelt war. Die erste Erwähnung des Ortes „Idenich“ erfolgte um 1140 im Urkundenregister des Stiftes Admont. Die Pfarre Irdning ist bereits 1151 in einer Urkunde dokumentiert. Wahrscheinlich ist sie aber schon im 8. oder 9. Jahrhundert als Gutshof-Eigenkirche und Missionsmittelpunkt errichtet worden. Die „Urpfarre“ Irdning ist aus dieser Eigenkirche entstanden. Die reiche, mit großen Pfründen ausgestattete Pfarre bot fünf bis sechs Priestern Arbeit und Versorgung. Der wohl berühmteste Pfarrer von Irdning war Aeneas Piccolomini von Siena, der am 27. August 1458 als Pius II. den päpstlichen Thron bestieg.

Als Wendepunkt in der Geschichte der Pfarre Irdning ist deren Eingliederung in das Chorherrenstift Rottenmann im Jahre 1514 anzusehen. Es ergaben sich daraus nicht nur wirtschaftliche, sondern vor allem große seelsorgliche Nachteile. 1785 nach der Aufhebung des Chorherrnstifts durch Josef II. wurde Irdning wieder Weltpriesterpfarre.

Heute gehören neben Irdning noch Aigen im Ennstal mit Hohenberg sowie ein kleiner Teil von Donnersbach zum Pfarrsprengel.

5340 Einwohner bewohnen das Pfarrgebiet, davon sind 4520 katholisch, 347 evangelisch und 380 ohne religiöses Bekenntnis.
In der Pfarre gibt es 2 Grundschulen (Volksschule Irdning mit 147 Schülern, Volksschule Aigen mit 96 Schülern), 1 Hauptschule mit 288 Schülern (Einzugsgebiet Irdning, Aigen, Donnersbach, Donnersbachwald). An der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein als Lehr- und Forschungsbetrieb sind ca. 330 qualifizierte MitarbeiterInnen beschäftigt und 430 SchülerInnen werden für Berufe im Agrar-, und Umweltbereich mit Matura als Abschluss unterrichtet. In der Landesberufsschule Aigen erhalten junge Menschen aus den Gastgewerbeberufen ihre Ausbildung.
Mit der Forschungseinrichtung des Bundes in Gumpenstein haben in der Pfarre 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. In der Kaserne von Aigen arbeiten neben den Grundwehrdienern noch etwa 400 Angestellte des Bundesheeres. Andere größere Arbeitgeber sind vor allem im Bereich der Gastronomie und der holzverarbeitenden Berufe zu finden. In der Landwirtschaft sind 100 Pfarrangehörige beschäftigt. Ein größerer Teil der Arbeitnehmer findet auch in den Nachbargemeinden Arbeit.

© Th. Dorn